Die Geschichte von Becky

Eines Tages rief mich ein Zuchtkollegen an und hoffte auf meine Hilfe. Er bat mich einen etwa 2 Wochen alten,Wellensittich in meine Aufzucht zu nehmen, da ihm die Eltern den Oberschnabel zum größten Teil abgebissen hatten, ich war recht skeptisch.
 

Aus Erfahrung wußte ich natürlich das   Schnabelhorn ständig nachwächst,
aber wenn die Verletzung zu groß ist und zu viele Nervenstränge an der Schnabelwurzel beschädigt sind, wächst der Schnabel nicht wieder nach.

Da mir der Kleine natürlich auch doll leid tat machte ich mich dann doch sofort auf den Weg,
um ihn zu holen.

Das Bild das sich mir bot ließ mich doch etwas erschrecken - der ganze Pipmatz am Kopf voller Blut..

Zuhause versorgte ich die Wunde mit einer Desinfektion , dann ließ ich das Küken erst mal zu Ruhe kommen.

Als der Kleine anfing nach Futter zu betteln und lauthals zu schreien, versuchte ich dem verletzten Tier ganz vorsichtig ein paar Tropfen Aufzuchtsfutter zu geben.
Dabei klopfte mein Herz bis zum Hals, ich hatte Angst dem Vogel weh zu tun, oder auch davor das er den Aufzuchtsbrei durch den kleinen stark verletzten Schnabel gar nicht schlucken konnte.

Zu meinem Erstaunen und meiner großen Freude   fraß der Kleine aber richtig gierig und gut.

Diese Hürde war also erst mal genommen.

Nach einiger Zeit, als er weiterhin gut an Gewicht zunahm, und die Federn immer mehr zu sprießen begannen war schnell klar das der Kleine auch noch ein sogenannter Hoppser ist.Was aber Angesichts des Schnabels wirklich total unwichtig war !!!
 

Irgendwie konnte ich leider auch nach 1....2...3....   Wochen kein Wachstum des Schnabelhorns feststellen, (auch schwierig wenn man ihn fast stdl. sieht)
trotz vieler Biologischer Heilmittel,
und die Angst überkam mich das dieser kleine Kerl vielleicht niemals selbständig fressen und Körner knacken könnte........
Aber diesen Gedanken verdrängte ich so gut es ging.


Nach etwa 4 Wochen war dann endlich der dicke Wundschorf am Schnabel abgegangen ... es sah nicht unbedingt so viel besser aus....

Als der Kleine alt genug war setzte ich ihn um in die Voliere zu den anderen.   Er sah dadurch das die Federn teilweise wieder ausfielen auch noch recht gerupft aus.
Aber ich hatte ihn natürlich nach so langer intensiver Pflege sehr in mein Herz geschlossen.
Er schlief   auffallenden viel, ich hatte ihm eine Rückzugsmöglichkeit in der Voliere geschaffen in der er sich gerne aufhielt.
Manchmal versuchte er am Hirsekolben zu knabbern, was leider nicht funktionierte, das tat mir dann so unendlich leid,
das ich nicht mehr sicher war ob ich richtig gehandelt hatte.

Aber ich fütterte den lieben Kleinen sooft er eben Hunger hatte.

Dann eines Tages wollte er einfach nicht mehr fressen ich bot ihm regelmäßig Aufzuchtsfutter an, aber er fraß immer weniger, und ich befürchtete das er nun letzten Endes doch noch sterben mußte ....
Das Aufzuchtsfutter allein geht eben nicht für so eine extrem lange Zeit.
Schweren Herzen fand ich mich damit ab....... 2 Tage war ich unendlich traurig, und wartete ab .... ließ den Kleinen aber wenn er nichts fressen wollte.   ........

Am 3 ten Tag sah ich das Wunder .......
ich staunte ich nicht schlecht als ich Morgens um 5:00 Uhr nach den Vögeln und vor allem nach meinem Sorgenkind sah,

er saß mal wieder am Hirsekolben UND es knackte,

- da alles noch sehr ruhig um diese Zeit ist   konnte ich es endlich hören!
 

Sollte er womöglich doch........................................

JA JA JA ............................ er konnte Hirse knacken, es war wie ein WUNDER für mich !!!! Somit war das Kleine gerettet  

Jetzt wissen wir das es ein Mädel ist, sie hat den Namen Becky bekommen :-)
Es ist eine ganz liebe aufgeweckte und putzmuntere , sie frißt, klettert und tollt umher wie alle anderen.
Und freut sich ihres Lebens – eine Kämpferin eben, die ich besonders ins Herz geschlossen habe !!!
diese Geschichte  ist eindeutig eine pro für die Handaufzucht :)
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