Darf ich vorstellen ELLY

Als Streuner wurde ich geboren,

die Mutter krank, verfloht, mit Milben in den Ohren.

In einem Gestrüpp recht gut versteckt,

trotzdem der Mann uns hat entdeckt.

Drei Geschwister nahm er mit,

schnell und schwer so war sein Schritt.

 

Die drei Geschwister kamen nie mehr wieder,

mich trug die Mutter schnell in einen Verschlag, hinter dem Flieder.

Immer länger blieb die Mutter dann fort,

ich war so einsam an diesem Ort.

Irgendwann kam sie gar nicht mehr,

der Hunger er plagte mich doch sehr.

 

So lief ich hinaus in die Welt hinein,

was möge alles da Draußen wohl sein?

Futter zu finden war gar nicht leicht

von manchem Ort mich ein böser Kater verscheucht.

 

Anfangs ich auch Nähe und Hilfe bei den Menschen suchte,

doch nirgends wollte man mich haben, ich dieses Dasein verfluchte.

 

Zum Hunger kam bald die Kälte hinzu,

fand kaum noch ein Plätzchen um auszuruhn.

Ich lief und lief die Straße entlang,

bis plötzlich mich ein Auto verschlang.

Ich dachte: Nun ist es wohl endlich vorbei,

es entwich mir nur ein leiser Schrei.

 

Doch es kam anders als gedacht,

denn als ich die Augen aufgemacht

spürte ich starke Schmerzen im Bein

was wird denn nun, was kann das sein?

 

Ich schleppte mich viele Tage dahin,

die Schmerzen waren wirklich schlimm.

Hatte mich fast aufgegeben,

es ist so hart dieses Streunerleben.

 

Fast verhungert ich war,

als wohl ein Wunder für mich geschah.

Es kam eine Frau mit Kindern gelaufen,

ich fürchtete mich - tat, mit letzter Kraft, laut fauchen.

Etwas zum Fressen hatten sie dabei,

der Hunger besiegte dann doch meine Scheu.

Man hat mich einfach geschnappt

Kratzen, beissen nichts hat mehr geklappt.

 

Sie fuhren mich nun irgendwohin,

die Angst war groß, vor dem Neubeginn.

Alles ging ganz schnell…und ich schlief ein…

Als ich erwachte, - wie konnte das sein?

 

Kaum noch Schmerzen hatte ich verspürt,

mir war ganz warm und meine Nase mich zum Napf voller Futter geführt?!

War ich in eine andere Welt gegangen?

 

Es hat ein neues Leben für mich angefangen.

Menschen haben mich gehegt und gepflegt,

die Angst vor Ihnen, hat sich aber niemals richtig gelegt.

 

Viele freunden sich gern an,

mit jedermann.

Doch ich, von ängstlich gebeutelter Natur,

lieb meine wahren Freunde - im Stillen - nur.

 

Kuscheln ist daher nicht ganz mein Fall,

aber Spielen und Toben mit dem Ball,

ob im Haus oder im Garten ist mit einerlei,

denn das Streunerleben ist nun vorbei!

 

Angefahren , verletzt, halb verhungert, ängstlich und sehr verwildert ist sie zwischen 2 Maisfeldern und der Hauptstraße umhergeirrt.

Viele Autos rasten an ihr vorbei, sie humpelte weiter......

Als ich und meine Kinder das Kätzchen im Vorbeifahren am Straßenrand so hilflos sahen hielten wir bei der nächsten Möglichkeit an und liefen zurück.

Das rotweiße Kätzchen miaute kläglich,

aber sobald man sich auf 1-2 Meter näherte lief es aus Angst ein Stück weiter weg. Wir versuchten es mit gutem Zureden und langsamen Nähern. Aber vergebens, immer wieder wich das Tier zurück, rannte sogar über die Straße ins nächste Maisfeld.

Es verging gut eine halbe Stunde und die Katze drohte immer weiter ins Maisfeld zu laufen.

Da hatten wir die Idee, da die Katze sehr abgemagert war, mit Futter zu locken.

Die Kinder blieben in der Nähe der Katze und ich lief zum Auto um Naß- Futter kaufen zu gehen.

Nach kurzer Zeit war ich mit einem Schälchen Katzenfutter zurück.

Wir stellten die Schale geöffnet möglichst dicht an die Katze, zunächst sah es so aus als würde auch das nicht funktionieren. Doch dann konnte das Tier nicht widerstehen, der Hunger war zu groß, ich legte mich halb auf den Boden nahe der Schale und wartete....

Sie fraß gierig aus der Schale, 2 x griff ich vergeblich nach ihr, sie schreckte schnell zurück.

Doch beim 3. Versuch hatte ich sie erwischt, sie biß , kratze und fauchte. Doch ich ließ nicht los, es war ihre einzige Chance. Wir legten eine Strickjacke um sie, dann beruhigte sie sich etwas.

Durch Zufall befand sich im Kofferraum noch ein Einkaufskorb mit einem Reisverschluß zum verschließen.

Dort setzten wir das Tier ab und nahmen es mit nach Hause. Schnell war das Badezimmer hergerichtet....

Elly hat ihr Hinterbeinchen 2 x gebrochen, auch die Hüfte hat einen Schlag abbekommen.

Da mein Herz für die Tiere um ein vielfaches größer ist, als mein Geldbeutel bin ich sehr froh das es Tierschutzvereine gibt J

Jeder sollte diese Vereine unterstützen! Sie helfen und vollbringen sehr viel Gutes, kleine Wunder eben die man alleine meist nicht vollbringen kann!

Die kleine Elly hat auch eine Chance bekommen.

DANKE !

 

Fortsetzung die 1.

Hier kann man gut sehen, dass es der kleinen Elly wieder richtig gut geht.

Auch das sie noch für einige Zeit in Ihrem *kleinen Reich* (ein größerer Hasenkäfig) leben muss, mindert Ellys Lebensfreude überhaupt nicht! Da sicher gestellt werden muss das Elly nicht zu sehr tobt, oder auch vor Schreck durch einen unkontrollierten Sprung oder eine Bewegung die das gebrochene Bein gefährdet.

Auch bietet diese kleine Welt, der doch noch recht ängstlichen Elly ausreichend Schutz. Sie fühlt sich sichtlich wohl. Auch genießt sie mittlerweile immr mehr die Nähe des Menschen, denn ist jemand im Zimmer fängt sie kurzer Hand an zu schnurren :)

In 3 Wochen folgt die Röntgenkontrolle..... wir drücken alle die Daumen....

Fortsetzung die 2.

 

Elly ist schon wieder recht fit.

Sie spielt,wie alle jungen Katzen, total gerne und trägt pure Lebensfreude in sich!

Jeden Tag gewinnt sie etwas mehr Vertrauen und streicht auch schon mal um Menschenbeine J

Eine absolute Schmusekatze wird Elly wohl sicher nicht, aber ein Energiebündel ist sie schon jetzt!

Ellys Hüfte und Hinterbein verheilen gut,

leider ist nun noch eine Staphylokokkeninfektion bei der Kleinen ausgebrochen.

Elly hat im Halsbereich mehrere Hautläsionen, die behandelt werden müssen.

Hoffen wir auf eine bald vollkommene Genesung des kleinen Energiebündels.

 

Fortsetzung die 3.

Eine glückliche, wunderschöne und gesunde Katze

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